Medienmitteilung des Stadtrates Dübendorf: Temporäre Nutzung der Kaserne Dübendorf als Asylunterkunft
Neben dem anhaltenden Zustrom Schutzsuchender aus der Ukraine steigt die Zahl von Personen aus anderen Ländern, die ein Asylgesuch in der Schweiz stellen, stetig an. Aktuell sind es gegen 900 pro Woche. Insbesondere auf der «Balkanroute» bewegen sich derzeit mehr Menschen Richtung Westeuropa als in den vergangenen Jahren. Aus der Ukraine suchten bislang rund 70 000 Personen Schutz in der Schweiz, bis Ende Jahr rechnet das SEM zudem mit rund 24 500 Asylgesuchen.
Die aktuell zur Verfügung stehenden Unterbringungsplätze in den bestehenden Bundesasylzentren reichen nicht mehr, um alle Asylsuchenden unterbringen zu können, deren Asylgesuch im beschleunigten Verfahren behandelt wird. Zusätzlich muss damit gerechnet werden, dass die Zahl der Schutzsuchenden aus der Ukraine im Winter wieder ansteigt. Das SEM hat deshalb schweizweit stillgelegte Notfallunterkünfte vorausschauend wieder in Betrieb genommen und stellt weitere Unterkünfte bereit.
Die Armee stellt dem SEM auf Basis der Notfallplanung des Bundes hierfür Turn- und Mehrzweckhallen auf den Waffenplätzen sowie leerstehende Kasernen zur Verfügung, so auch in Dübendorf. Das SEM wird auf dem Waffenplatz Dübendorf die Mehrzweckhalle bei der Theodor-Real-Kaserne ab Januar mit 200 Plätzen und das Kader-Ausbildungszentrum ab Februar mit 300 Plätzen für die Unterbringung von Asyl- und Schutzsuchenden nutzen. Beide Nutzungen sind vorerst bis Mitte 2023 vorgesehen. Das SEM ist für den Betrieb der Asylunterkunft verantwortlich. Die Asylsuchenden werden von Betreuungspersonal der Firma AOZ begleitet. Die Protectas AG ist rund um die Uhr für Sicherheit und Ordnung in und unmittelbar um die Unterkunft besorgt. Da sich die Zusammensetzung der ankommenden Asyl- und Schutzsuchenden (Nationalitäten, Familien oder Einzelpersonen etc.) nicht vorhersagen lässt, wird das SEM flexibel entscheiden, welche Personengruppen jeweils in der Kaserne untergebracht werden.
Der Stadtrat hat von der künftigen vorübergehenden Nutzung der Kaserne Kenntnis genommen. Er wird sich in Zusammenarbeit mit allen involvierten Stellen auf die dadurch entstehenden Aufgaben vorbereiten.
Bei Fragen steht Ihnen zur Verfügung:
- Stadtpräsident André Ingold, Tel. 079 219 87 35, stadtpraesident@duebendorf.ch